NOTIFICATIONS

    Blog


    Apr 7 th, 2018
    Information Keine Kommentare

    Meldepflicht bei Subunternehmen

    Welche Meldepflichten hat ein Unternehmen, das Subunternehmer beauftragt, in Bezug auf die Mitarbeiter?

    Ein Unternehmen, das die Erbringung einer Leistung an ein anderes Unternehmen ganz oder teilweise weitergibt, hat das beauftragte Unternehmen vor Beginn der Beschäftigung aufzufordern, innerhalb einer Woche die nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz erforderlichen Berechtigungen für die beschäftigten Ausländer nachzuweisen.

    Kommt das beauftragte Unternehmen dieser Aufforderung nicht fristgerecht nach, hat das auftraggebende Unternehmen umgehend die Zentrale Koordinationsstelle für die illegale Beschäftigung des Bundesministeriums für Finanzen zu verständigen. Das ist im Ausländerbeschäftigungsgesetz vom unmittelbar beauftragten und – im Fall der Auftragsweitergabe – von jedem weiteren beauftragten Unternehmen bei der Auftragserfüllung wissentlich geschuldet, kann das eine Bestrafung zur Folge haben. Es wird nicht nur das beauftragte Unternehmen bestraft, das eine Übertretung begeht, sonder auch der Auftraggeber selbst. Kommt der Auftraggeber seiner Verpflichtung nicht nach, den Sachverhalt dem Finanzamt zu melden, wird das ebenfalls bestraft.

    Bei unberechtigter Beschäftigung von höchstens drei Ausländern beträgt der Strafrahmen für jeden unberechtigt beschäftigten Ausländer 1.000 bis 10.000 €, im Falle der erstmaligen und weiteren Wiederholung reicht der Strafrahmen von 2.000 bis 20.000 €. Bei unberechtigter Beschäftigung von mehr als drei Ausländern gibt es für jeden unberechtigt beschäftigten Ausländer eine Geldstrafe von 2.000 bis 20.000 €, im Fall der erstmaligen und weiteren Wiederholung von 4.000 bis 50.000 €

    Salzburger Wirtschaft, Nr. 14, 07.04.2017
    Praxistipps für Unternehmen

    Kommentare geschlossen